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Samstag, 30. September 2006
Kino
eckie, 16:01h
Unglaublich, aber wahr: Peking hat zwei Kinos! Kaum hat Florian das herausgefunden, muss er das natürlich aus testen. Also Freitags abends mit Matthias dort getroffen, Karten gekauft und rein. Was Für ein Film? „The Banquet“. Handlung? Ihr werdet es nicht glauben: Jemand hat den Kaiser getötet. Is ja mal ganz was neues. Jedenfalls haben wir dann mal unser Glück versucht. Man muss dazu sagen, Chinesen gehen normalerweise nicht ins Kino. Die schauen alle nur DVD. Hier gibt’s die Filme irgendwie Zeitgleich im Kino und auf DVD. Ob die allerdings echt sind, konnte (oder wollte) mir bisher noch keiner sagen...
Wie auch immer, wir haben uns dann in den Kinosaal, der nur ein kleines bissel größer als das Illinger Kino ist, bewegt und versucht, unsere Plätze zu finden. Hätte auch fast geklappt, aber auch nur fast. Die Nummerierung war doch arg seltsam, deshalb haben wir einfach mal lieb das Personal gefragt. Was war die Antwort? Genau, „ist egal“. Also zwischen den Chinesen durchgedrängt und auf einen der noch gerade brauchbaren Plätze gesetzt. Und dann ging es auch schon los. Film an sich war gut, zum Glück liefen unten sowohl Zeichen als auch Englisch mit, was die Sache schon relativ brauchbar machte. Aber bestimmte Stellen hab ich anscheinend nicht so ganz verstanden. Urplötzlich fingen alle Chinesen an zu lachen. Und das, obwohl gerade einer erstochen wurde!? Was ist daran lustig? Naja, muss halt auch noch so einiges lernen was Chinesen betrifft. Was aber wirklich brutal war, war das Anschalten des Lichtes am Ende. In Deutschland steigert man die Intensität langsam. Hier gab es anscheinend nur einen Schalter. Auch der Abspann lief nicht bis zum Ende, nach ca. einer Minute wurde der Projektor einfach abgeschaltet. Wer will schon wissen, wie die Hauptdarsteller heissen? Danach ging es dann noch kurz in den gegenüberliegenden Biergarten, wo es ENDLICH auch mal Bier für 4 Kuai (etwa 40Cent) gab. Dann ab nach hause und schlafen. ... link (0 Kommentare) ... comment HD-Ready
eckie, 15:17h
Also über Sinn und Unsinn des Fernsehens lässt sich ja streiten, besonders in China. Immerhin haben wir hier auf der Film Uni einen Fernseher im Zimmer. Warum ich allerdings einen HD tauglichen Fernseher habe, obwohl das Fernsehprogramm hier nur Radioqualität hat (Ton ist nicht so tolle und Bild gibt’s eh nicht), weiß ich auch nicht. Jedenfalls hab ich heute mal wieder die Glotze angemacht, aber irgendwie kommt immer das selbe. Entweder eine Liebes-Soap, eine Karaoke-Show, ein Theaterstück oder eine Serie, bei der irgend jemand irgend einen Kaiser irgend einer Dynastie irgendwie umbringen will. Und das ganze auf über 60 Kanälen. Abwechslung ist da garantiert. Wie auch immer, ich zappte da mal so durch die Programme auf der Suche nach was halbwegs sinnvollem. Und siehe da, das kam dann ausnahmsweise auch: Eine Dokumentation über den Transrapid. Sehr interessant. Und ein klein wenig hab ich auch verstanden. Immerhin weiß ich jetzt haargenau, wie der funktioniert. Jetzt wahrscheinlich sogar besser, als die Konstrukteure. Es gab da bunte Bilder, die die Funktionsweise genau aufzeigten. Dann ein schönes Video, wie schnell und komfortabel das Ding ist. Weiter erzählten sie, wie die Sache mit den Magneten genau funktioniert. Und dann noch, wie stark der Generator sein muss. Und so weiter, und so fort. Aber ob das alles für's Fernsehen freigegeben war, solltet ihr mal bei der Deutschen Bahn anfragen. Da soll mal noch einer sagen, Fernsehen macht dumm...
... link (0 Kommentare) ... comment Tempel des Wahnsinns
eckie, 15:16h
Da Florian's Laptop auch schon ein bissel älter ist, musste mal wieder MEHR POWER her. Und wo kriegt man die? Gute Frage. Also erst mal zum Franzosen im Wohnheim, der Hardcore-Gamer ist und den fragen, wohin. Der sagte mir, „in Zhonguancun ist da so ein Laden...“ Ok, Sachen gepackt und Abmarsch. Ne Stunde später war ich dann in diesem Viertel auf der Suche nach genau diesem Laden. Rechts geschaut, Links geschaut, aber überall nur Friseur-Läden und so was. Eine Straße weiter dann kam ich auf eine große Straße, die mal wieder wie ne Shopping-Meile aussah. Und kaum ein paar Meter weiter stand ich dann davor. Etwas größer als ein Saarbrücker Karstadt, allerdings alles vollgestopft mit Technik. Laptops, MP3-Player und was das Herz sonst noch so begehrt. Also mal rumgetigert und geschaut, wo ich ein Schild meines Laptop Hersteller finde. Und tatsächlich, ich habe es gefunden. Dann kam das Problem: Wie sollte ich denen in Chinesisch erklären, dass ich Combo-Laufwerk für mein Laptop will??? Fehler von mir: Ich hatte das Ding nicht mitgenommen. Aber irgendwie habe ich es dann geschafft und sie haben mich auch irgendwie verstanden. Dann hieß es allerdings warten. In dieser Zeit fanden es alle irgendwie recht erstaunlich, dass ich als Ausländer es doch schaffe, halbwegs verständliches Chinesisch von mir zu geben. Außerdem meinten alle, dass Chinesisch ja suuuuuuuuper schwer sei. Als ich ihnen dann „nö“ sagte, sahen sie mich alle ganz skeptisch an. Ob ich da wohl die Weltanschauung von ein paar Leuten geknickt habe? Jedenfalls kam nach über 2 ½ Stunden dann genau das, was ich wollte. Ich bezahlte, war glücklich und bin dann heim. Dann der Schock: ES GING NICHT!. Also am nächsten Tag wieder hin, dieses mal MIT dem Laptop. Nach ein paar skeptischen Blicken auf die Fehlermeldung bin ich dann mit dem Fahrstuhl noch oben in den Wartesaal gefahren, wo ich dann wieder geschlagene 2 ½ Stunden wartete. Dann war das Laufwerk endlich da (oder endlich zusammengebaut) und ich konnte es testen. Und siehe da, diesmal klappte es. Schnell alles zusammenpacken, bedanken und dann abfahrt. Immerhin war es schon 19 Uhr. Hoffentlich hält es diesmal...
... link (0 Kommentare) ... comment D-I-S-C-O, D-I-S-C-O
eckie, 15:14h
Ja, es gibt sie wirklich. Auch wenn ich nicht mehr dran gedacht hätte, da ganz Peking am Wochenende um spätestens 2 Uhr schlafen geht. Aber fangen wir am Anfang an.
Da ja Freitag, der 08.09.2006 ist und der liebe Florian heute seinen 23jährigen Geburtstag wenigstens ein kleines bisschen feiern möchte, macht er sich mit Matthias auf den Weg zum Houhai, wo die Kneipen liegen sollen. Ok, gesagt getan. Dann an dem See angekommen, begutachten wir erstmal die Kneipen dort. Am Anfang alles recht westlich, dahinter mehr die chinesische Seite. Kaum einmal um den See gelaufen, der auch etwa die Größe vom Itzenplitzer Weiher hatte, wollten wir wieder zum Anfang. Und dann haben wir uns (natürlich) mal wieder verlaufen. Also weiter, weiter, immer weiter, bis plötzlich die Zivilisation weit weg war. Eine halbe Stunde später kamen dann wieder Hutongs und wie wussten, dass wir nicht länger auf einer Autobahnbrücke wanderten. Ein bisschen kam dann ein McDonalds und dahinter gab es sie dann: eine Chinesische Disco der Oberklasse. Davor standen dann ein paar Chinesen, die natürlich versuchten, uns dort hinein zu locken. Ist ein klein wenig wie in Spanien. Da wir beide nicht mehr laufen wollten und auch nicht mehr konnten, sind wir dann dort hineingegangen. Immerhin war der Eintritt frei. Dafür aber die Preise echt scharf: Für ein englisches „Carlsberg“ Bier durfte man umgerechnet doch glatt 3 Euronen los werden, ein Tequila kostete sogar 4 Euronen. Allerdings siegte die Faulheit und wir blieben dann da. Die Disco an sich (oder war es ein Club?) war eigentlich komplett auf westlichem Standard, es gab auch sämtliches Repertoire an Getränken wie Cocktails und Martini. Aber da es für einen Saarländer ja eh nur „Carlsberg“ gibt (ob mit „K“ oder „C“ sei mal dahin gestellt), blieben wir dabei. Musik war aktuell, braucht den Vergleich zu uns wirklich nicht zu scheuen. Auch der Barkeeper war echt gut, der konnte mit brennenden Flaschen jonglieren. Man könnte fast meinen, er sei bei der Jonglier-Gruppe Merchweiler ausgebildet worden ;). Abgesehen von den ganzen Chinesen hatte man fast das Gefühl, man wäre in einer unserer westlichen Discos. Ein paar Bier später, etwa so gegen 2 Uhr, ergriff uns dann die Aufbruch-Stimmung. Kaum draußen, war der Anblick recht lustig: Vor uns eine Oberklassen-Disco, rechts und links daneben Entwicklungsland. Da waren alte Häuser, vor denen die Mist-Haufen lagen, weil es drinnen keine Klos gibt. Wir haben uns dann ein Taxi genommen (diesmal ein echtes) und sind nach hause. Dort hab ich erstmal ausgiebig von meinem westlichen Sitzklo Gebrauch gemacht... ... link (0 Kommentare) ... comment Taxi 3
eckie, 15:01h
So, es ist mal wieder zeit, um eine paar neu Erlebte Sachen hin zu schreien, nachdem ich lange nix mehr von mir hören lassen habe.
Also letzten Freitag war es dann endlich mal soweit, meine Aufenthaltgenehmigung war doch tatsächlich fertig und ich durfte sie abholen. Als schnell mit Kevin und Carla kurzgeschlossen, die mussten ihre ja auch noch abholen. Fröhlich am Nachmittag sind wir dann zum Haupteingang spaziert und haben uns in eines der Taxis gesetzt. Soweit, so gut. In Peking gibt es 3 Arten von Taxis: alte Rote, neue mit Klimaanlage und Illegale. Nach dem wir unserem Fahrer drei mal versucht haben zu erklären, wo wir hin wollten, haben wir es dann aufgegeben und sind wieder ausgestiegen. Prompt spricht uns ein großer, junger Chinese an, der natürlich mit dem Auto da ist. Er will uns dahin fahren und ist natürlich günstiger als jedes Taxi. Günstiger als bei ihm werden wir es nicht bekommen. Nach kurzer Verhandlung beschlossen wir dann, es einmal zu versuchen. Immerhin würde er uns für 20 Yuan dahin fahren... Wir steigen also in dieses schwarze, winzige Auto ein. Dann geht’s schon los. Dass das Auto (ich glaube, es war mal ein Renault, bin aber nicht sicher) keine Anschnallgurte hatte, war eigentlich nicht so schlimm. Aber der Fahrstil dieses Jungen war schon echt bedenklich. Zum Glück war der Tacho abgeklemmt oder defekt, sodass ich wenigstens nicht wusste, wie schnell man diese Strecke NUR IM ERSTEN GANG zurücklegen kann. Lustig war es dann, als Kevin uns den Grund erzählte. Warum wir eigentlich nicht in diese „Schwarzen Taxis“ einsteigen sollen: Irgendwann seien mal zwei Koreanerinnen in solch ein Taxi eingestiegen und danach hätte man sie nie mehr gesehen. Gut, ich argumentierte dagegen, dass wir ja zu dritt seien und uns nix passieren könnte, solange er keine Verstärkung ruft. Just in diesem Moment macht es „Klick“ und die Zentralverriegelung springt an. Wahrscheinlich das einzige, was an diesem Auto Problemlos ging. „War nur zur Sicherheit.“ In einem Auto ohne Gurte, dass nur noch im ersten Gang fahren kann? Klar... Jedenfalls kamen wir dann nach einer guten Dreiviertelstunde doch tatsächlich an der Polizei-Station an. War auch mal interessant mit einem Illegalen Taxi vor der Polizei vor zu fahren. Jedenfalls waren wir alle noch an einem Stück. Er fragte dann, ob er auf uns warten solle, aber wir haben dann dankend abgelehnt. Auf dem Rückweg haben uns dann ein richtiges Taxi genommen. Kaum waren wir zurück am Haupteingang, stand der junge Mann schon wieder da. Und wollte wissen, was uns die Rückfahrt gekostet hat. Was hat es denn letztendlich gekostet? 22 Yuan, also umgerechnet gerade mal 20 Cent mehr. Er meinte, „dass war ja ungefähr das gleiche“. Na vielen Dank für diese unglaublich intelligente Feststellung... ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2006.11.06, 10:45 status
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