| Eckie's Blog |
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Montag, 6. November 2006
Mein sündigster Tag
eckie, 10:45h
Ich habe es getan. Und ich gebe es offen zu. Und das schlimmste: ICH BEREUE NICHTS!
Zu Beginn meines Aufenthaltes war es noch verrufen. Wehe, man ging nicht in ein typisch chinesisches Restaurant mit typisch chinesischem Essen, wehe man kochte sich seinen Tee nicht selber oder trank gar Cola. Damals waren es noch die traditionellen Werte, an denen man sich versuchte, zu orientieren. Nach aber mittlerweile sage und schreibe mehr als zwei Monaten, die ich ja jetzt schon hier bin, bleibt das kulinarische Heimweh natürlich auch mir nicht vergönnt. Und was liegt da näher, als der allseits bekannten Fast-Food-Kette mit dem güldenen „M“ einen Besuch abzustatten... Kaum angekommen, Sieht man sie, die Objekte der Begierde. In sämtlichen Farben eines wunderschönen Regenbogens kann man sich hier westliche Seuche holen. Und genau da war es um mich geschehen: Meine eigene, kulinarische Kulturrevolution brach aus. Nieder mit dem Reis und den Nudeln, Weg mit dem Fisch. Es lebe die Revolution! Also schritt ich weiter zur Tat und nahm sie mir, die „Paar-Stockwerk-Käse-Männer-Tasche“, die in ungepflegteren Sprachkreisen auch „Doppelcheeseburger“genannt wird, mitsamt einer Ladung kleiner „Kartoffelstückchen“ und der braunen, westliche Pest, die nicht mal ansatzweise soviel Koffein hat wie Grüner Tee. Langsam setzte ich mich hernieder, ließ einen Moment der Ruhe auf mich wirken und fühlte neues Leben meinen Körper durchdringen. Ich konnte den Hauch des Westens tatsächlich spüren. Und so zögerte ich nicht weiter, auch noch den Rest, der auf meinem Tablett lag, in meinen Magen zu verlagern. Voller Zufriedenheit saß ich dann in meinem Sitz und freute mich, meine Seele verkauft zu haben. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Viel schlimmer... Kaum aus dem Gebäude wieder draußen, verspürte ich, dass meine Hunger nach dem Westen immer noch nicht gestillt war. Nein, ich war richtig SÜCHTIG geworden. Da half der schnelle Rundum Blick auf der Straße leider nicht. Im Gegenteil, ich sah bereits dem nächsten Absturz ins Auge. Auch meine inneren Bemühungen, dagegen zu steuern, halfen nicht. Ich lief immer weiter geradeaus zur nächsten Filiale der „Sternen-Bezwinger-Bar“, bei uns doch eher bekannt als der Kaffeeladen mit den schönen, grünen Emblem. Kaum dort angekommen, versetzte es mich in einen wahren Rausch. Als Jemand, der eigentlich nur Cappuccino trinkt, dachte ich immer, vor solchen Eventualitäten gewappnet zu sein. Allerdings funktionierte das in meinen Geisteszustand nicht mehr. Automatisiert wie ein Roboter ging ich zur Theke und bestellte mir mein geliebtes Heißgetränk. Vollkommen frei jedweder Kontrolle über meine Vitalfunktionen setzte ich mich hin. Ich weiß nicht einmal mehr, welche der mir zur Verfügung stehenden Sprachen ich nutzte. Aber der animalische Blick in meinen Augen schien wohl eine sehr klare Sprache zu sprechen. Als er dann vor mir stand betrachtete ich ihn erst einmal, roch ein klein wenig an ihm und konnte es immer noch nicht begreifen. Dann allerdings wehte mich ein sanfter Windhauch der Klimaanlage zurück in die Realität und ich tat das, was alle restlichen Grundsätze zerstören sollte: Ich trank ihn. MIT GENUSS! Zum Andenken an meine Schandtaten brauchte es dann natürlich noch einen Thermo-Becher der oben genannten Firma, um diesen Fehler ja nicht wieder zu begehen. Die gewünschte, abschreckende Wirkung entfiel bisher aber leider. Ja, all das habe ich an einem einzigen Tag getan. Ich stehe auch dazu. Aber was noch viel schlimmer ist: ICH WERDE ES WIEDER TUN!!! ... link (0 Kommentare) ... comment Freitag, 13. Oktober 2006
24 Hours
eckie, 12:49h
Nein, hier geht es jetzt Ausnahmsweise mal nicht um diese sehr bekannte Serie, die im Übrigen auch hier perfekt auf Chinesisch nachsynchronisiert läuft. Vielmehr geht es schon wieder um eine Baustelle. Diesmal hat sie sich direkt vor meinem Studentenwohnheim eingenistet...
Ich weiß ja, dass es bis zu den Olympischen Spielen 2008 nicht mehr all zu lange hin ist. Und renovieren tut ja fast immer gut, dass wissen wir ja mittlerweile. In diesem Fall allerdings schon wieder nicht mir, denn hier wird rund um die Uhr mit dem Pressluftbohrer herum hantiert. Wenn man abends so gegen halb drei dann doch den Drang verspüren sollte, schlafen zu wollen, hat man dann leider Pech gehabt. Aber mal im Ernst: Wer will schon hier schon so früh Schlafen? Immerhin geht der Unterricht hier ja erst um 8.30 Uhr los. Da hat man ja noch ein paar Stunden. Und bei dem, was ich momentan verstehe, sollte ich diese Zeit sowieso lieber mit lernen verbringen, als an Schlaf zu „denken“. Vielleicht sollte ich mir ein paar dieser Wanderarbeiter in den Koffer packen. Ich hätte bei uns zu Hause auch noch einiges an Arbeit zu vergeben... ... link (0 Kommentare) ... comment Verbotene Baustelle
eckie, 12:48h
So, mal wieder ein bissel Kultur. Da man ja mal wieder, den Feiertagen sei Dank, ein kleines bisschen Freizeit hat, muss man sich ja mal den Platz des Himmlischen Friedens (ihr erinnert euch sicher), die Verbotene Stadt und den Kaiserpalast ansehen. Soweit so gut. Also erstmal mit der U-Bahn in Richtung Platz, dann in den Palast und danach in die Verbotene Stadt. Auf dem Platz waren natürlich (wie immer) unglaublich viele Menschen. Also haben wir ein paar Fotos geschossen, bevor wir wieder von ein paar I-want-to-beyour-friend-Chinesen angesprochen werden. Schnell sind wir dann rüber zum Palast. Der kostete natürlich separat Eintritt. Wie auch immer, man muss es ja mal gesehen haben. Also haben wir wieder einmal ein paar Fotos geschossen und sind dann weiter zur Verbotenen Stadt. Dass die NICHT nette Dame dort am Ticketschalter mir nicht glauben wollte, dass ich Student bin und mir deshalb den dreifachen Preis berechnet hat, war die eine Sache. Aber dass drinnen so ziemlich jedes Gebäude, was ein klein wenig Bedeutung hat, im Renovierungsprozeß war, das hat mich dann doch ein klein wenig genervt. Da gab es dann tollte Touchscreens mit Fotos, wie das Ding vorher mal aussah. Na toll! Immerhin ließen die Baustellen nach einiger Zeit nach und wir konnten doch noch etwas von der Stadt in der Stadt sehen und, oh wunder, ein paar Fotos machen.
![]() Später waren wir dann noch auf der Wangfujing. Das ist die riesige (vom Westen verseuchte) Einkaufsmeile, auf der meistens die Touristen herum laufen. Da wir allerdings keine Lust mehr hatten, unsere Füße weiteren Blessuren aus zu setzten, sind wir dann in eines dieser teuren Restaurants gegangen. Lasst es euch gesagt sein: Teuer = Müll. Denn in diesem ach so schönen Restaurant habe ich mir dann nachhaltig den Magen verdorben. Das ist mir bisher in keinem Einzigen der kleinen Miniatur-Eck-Dreck-Restaurants passiert. Einen Tag Krämpfe, die so was von AUA waren, zwei Tage intensives Nichtstun. Mittlerweile geht es wieder. Ich hoffe, dieser Zustand hält jetzt eine Weile an... ... link (1 Kommentar) ... comment Die Mauer muss weg!
eckie, 12:33h
Ja, endlich habe ich mal die Mauer gesehen. Da ja ein paar Tage frei sind, habe ich mich einfach ein paar Kommilitonen (=Freunden) angeschlossen und bin mit ihnen an die Mauer. War EXTREM groß. Immerhin mussten wir erstmal eine Stunde lang einen Weg hochlaufen, bis wir endlich da waren. Und dann ging es bergauf und bergab. Das Ding ist wirklich so was von groß, das war schon nicht mehr schön. Kann man kaum beschreiben, wenn man es nicht gesehen hat. Foto gibt es auch. Ich hab es kaum geschafft, ohne Kreislaufprobleme auf der Mauer von einem Wachhaus zum anderen zu rennen. Keine Ahnung, wie die Mongolen es geschafft haben, das Ding zu zerstören. Da muss der Wachmann damals aber ganz schön gepennt haben...
![]() ... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 7. Oktober 2006
Ich hab 'ne DIGICAM!!!
eckie, 12:23h
Ja, ich habe es gewagt. Eigentlich rate ich den meisten ja davon ab, in China Elektrozeugs zu kaufen, weil das in der Regel schief geht. Hier gibt es halt zum einen extrem viele Fälschungen, zum anderen sind die ganzen Billig-Geräte fast immer Schrott. Die billigen MP3-Player leben hier nicht mal so lange wie die Batterien, die man hineinsteckt. Daher lohnt es sich meiner Meinung nach gar nicht, sich hier was zu Kaufen. Aber zum Glück gibt es auch Ausnahmen, wie mein Beispiel zeigt. Ich bin ja nach China geflogen ohne Digicam. Aber bei den Sehenswürdigkeiten sollte man schon das eine oder andere Bild knipsen. Also machte sich der Florian auf den Weg in den nächsten Elektro-Laden. Erstmal ein bissel herum stöbern, umsehen, Preise vergleichen. Dann im Internet mal die Preise mit denen in Deutschland vergleichen und Erfahrungsberichte sammeln. Dabei fiel mit eine Sony-Kamera mit Zeiss-Objektiv ins Auge, die günstig und gut war. Also wieder hin, ausgiebig testen und dann dann den Verkäufer mit Fragen löchern. Interessanterweise erklärte der mir dann, wenn ich will, kann ich die Seriennummer der Kamera im Internet auf Echtheit überprüfen! Das es so etwas doch in China gibt, hat mich da doch irgendwie aus der Bahn geworfen. Also riskierte ich es und kaufte das Gerät. Und siehe da, ich habe ausnahmsweise mal was richtig gemacht. Die Kamera ist echt brauchbar. Japanische Spitzentechnik, deutsches Marken-Objektiv und chinesischer Billig-Preis – eine echt unschlagbare Kombination! Und das ungewöhnlichste an der Situation: Als ich die Packung ausgepackt habe, habe ich ein ECHTHEITSZERTIFIKAT von Sony gefunden! ;)
... link (1 Kommentar) ... comment Wer in Trier chinesisch lernt...
eckie, 12:23h
...findet überall Freunde. Neuestes Beispiel:
Ich bin halt mit meinem Leidensgenossen Matthias Samstags abend in die Kneipe nach Wudaokou, wo meistens Ausländer sind. Chinesen fehlt meistens das Kleingeld, um hier weg zu gehen. Da ich dann mal wieder dran war mit Bier holen, drängelte ich mich zur Bar durch. Dort fragte mich dann einer der oben genannten Ausländer, von wo ich sei. Brav sagte ich ihm „Germany“, Worauf er antwortete „na so ein Zufall“. Ok, das an sich ist ja nicht unbedingt was außergewöhnliches. Nach ein paar Minuten des Gespräches stellten wir aber fest, dass wir den gleichen Chinesischlehrer in Deutschland hatten. Der junge Mann hat nämlich in TRIER einen Chinesisch-Ferien-Intenstiv-Kurs gemacht, der von unserem Fachbereich organisiert war. Na so ein Zufall. Und das ausgerechnet in Peking. Ich hab es zwar schon hundertmal gesagt, aber ich sage es wieder: Peking ist ein Dorf. ... link (0 Kommentare) ... comment In The Army Now
eckie, 12:22h
Jaja, mal wieder das leidige Thema Militär. Auch China hat ne Armee. Und eben auch eine Wehrpflicht. Allerdings läuft das hier ein bissel anders ab als bei uns. Hier müssen alle Hochschüler am Anfang eines Semesters zwei Wochen lang eine Art „Militärübung“ mitmachen. Dort erklärt man den Jungs UND Mädels, wie man marschiert, meldet und so weiter. Und ich war mittendrin – irgendwie. Jedenfalls kam ich eines schönen Tages gänzlich unbeschwert in die Mensa und sah da eine Menschenmasse in Blauem Camouflage. Da fühlte ich mich plötzlich wieder in die gute alte Zeit zurückversetzt, als ich morgens noch früh aufstehen musste und ein zart grünes Ensemble tragen durfte. Jaja, die gute alte Zeit... sie ist vorbei. Und mittlerweile auch die Übung, weshalb ich endlich wieder in die Mensa gehen kann ohne Angst zu haben, erschossen zu werden...
... link (0 Kommentare) ... comment Samstag, 30. September 2006
Kino
eckie, 16:01h
Unglaublich, aber wahr: Peking hat zwei Kinos! Kaum hat Florian das herausgefunden, muss er das natürlich aus testen. Also Freitags abends mit Matthias dort getroffen, Karten gekauft und rein. Was Für ein Film? „The Banquet“. Handlung? Ihr werdet es nicht glauben: Jemand hat den Kaiser getötet. Is ja mal ganz was neues. Jedenfalls haben wir dann mal unser Glück versucht. Man muss dazu sagen, Chinesen gehen normalerweise nicht ins Kino. Die schauen alle nur DVD. Hier gibt’s die Filme irgendwie Zeitgleich im Kino und auf DVD. Ob die allerdings echt sind, konnte (oder wollte) mir bisher noch keiner sagen...
Wie auch immer, wir haben uns dann in den Kinosaal, der nur ein kleines bissel größer als das Illinger Kino ist, bewegt und versucht, unsere Plätze zu finden. Hätte auch fast geklappt, aber auch nur fast. Die Nummerierung war doch arg seltsam, deshalb haben wir einfach mal lieb das Personal gefragt. Was war die Antwort? Genau, „ist egal“. Also zwischen den Chinesen durchgedrängt und auf einen der noch gerade brauchbaren Plätze gesetzt. Und dann ging es auch schon los. Film an sich war gut, zum Glück liefen unten sowohl Zeichen als auch Englisch mit, was die Sache schon relativ brauchbar machte. Aber bestimmte Stellen hab ich anscheinend nicht so ganz verstanden. Urplötzlich fingen alle Chinesen an zu lachen. Und das, obwohl gerade einer erstochen wurde!? Was ist daran lustig? Naja, muss halt auch noch so einiges lernen was Chinesen betrifft. Was aber wirklich brutal war, war das Anschalten des Lichtes am Ende. In Deutschland steigert man die Intensität langsam. Hier gab es anscheinend nur einen Schalter. Auch der Abspann lief nicht bis zum Ende, nach ca. einer Minute wurde der Projektor einfach abgeschaltet. Wer will schon wissen, wie die Hauptdarsteller heissen? Danach ging es dann noch kurz in den gegenüberliegenden Biergarten, wo es ENDLICH auch mal Bier für 4 Kuai (etwa 40Cent) gab. Dann ab nach hause und schlafen. ... link (0 Kommentare) ... comment HD-Ready
eckie, 15:17h
Also über Sinn und Unsinn des Fernsehens lässt sich ja streiten, besonders in China. Immerhin haben wir hier auf der Film Uni einen Fernseher im Zimmer. Warum ich allerdings einen HD tauglichen Fernseher habe, obwohl das Fernsehprogramm hier nur Radioqualität hat (Ton ist nicht so tolle und Bild gibt’s eh nicht), weiß ich auch nicht. Jedenfalls hab ich heute mal wieder die Glotze angemacht, aber irgendwie kommt immer das selbe. Entweder eine Liebes-Soap, eine Karaoke-Show, ein Theaterstück oder eine Serie, bei der irgend jemand irgend einen Kaiser irgend einer Dynastie irgendwie umbringen will. Und das ganze auf über 60 Kanälen. Abwechslung ist da garantiert. Wie auch immer, ich zappte da mal so durch die Programme auf der Suche nach was halbwegs sinnvollem. Und siehe da, das kam dann ausnahmsweise auch: Eine Dokumentation über den Transrapid. Sehr interessant. Und ein klein wenig hab ich auch verstanden. Immerhin weiß ich jetzt haargenau, wie der funktioniert. Jetzt wahrscheinlich sogar besser, als die Konstrukteure. Es gab da bunte Bilder, die die Funktionsweise genau aufzeigten. Dann ein schönes Video, wie schnell und komfortabel das Ding ist. Weiter erzählten sie, wie die Sache mit den Magneten genau funktioniert. Und dann noch, wie stark der Generator sein muss. Und so weiter, und so fort. Aber ob das alles für's Fernsehen freigegeben war, solltet ihr mal bei der Deutschen Bahn anfragen. Da soll mal noch einer sagen, Fernsehen macht dumm...
... link (0 Kommentare) ... comment Tempel des Wahnsinns
eckie, 15:16h
Da Florian's Laptop auch schon ein bissel älter ist, musste mal wieder MEHR POWER her. Und wo kriegt man die? Gute Frage. Also erst mal zum Franzosen im Wohnheim, der Hardcore-Gamer ist und den fragen, wohin. Der sagte mir, „in Zhonguancun ist da so ein Laden...“ Ok, Sachen gepackt und Abmarsch. Ne Stunde später war ich dann in diesem Viertel auf der Suche nach genau diesem Laden. Rechts geschaut, Links geschaut, aber überall nur Friseur-Läden und so was. Eine Straße weiter dann kam ich auf eine große Straße, die mal wieder wie ne Shopping-Meile aussah. Und kaum ein paar Meter weiter stand ich dann davor. Etwas größer als ein Saarbrücker Karstadt, allerdings alles vollgestopft mit Technik. Laptops, MP3-Player und was das Herz sonst noch so begehrt. Also mal rumgetigert und geschaut, wo ich ein Schild meines Laptop Hersteller finde. Und tatsächlich, ich habe es gefunden. Dann kam das Problem: Wie sollte ich denen in Chinesisch erklären, dass ich Combo-Laufwerk für mein Laptop will??? Fehler von mir: Ich hatte das Ding nicht mitgenommen. Aber irgendwie habe ich es dann geschafft und sie haben mich auch irgendwie verstanden. Dann hieß es allerdings warten. In dieser Zeit fanden es alle irgendwie recht erstaunlich, dass ich als Ausländer es doch schaffe, halbwegs verständliches Chinesisch von mir zu geben. Außerdem meinten alle, dass Chinesisch ja suuuuuuuuper schwer sei. Als ich ihnen dann „nö“ sagte, sahen sie mich alle ganz skeptisch an. Ob ich da wohl die Weltanschauung von ein paar Leuten geknickt habe? Jedenfalls kam nach über 2 ½ Stunden dann genau das, was ich wollte. Ich bezahlte, war glücklich und bin dann heim. Dann der Schock: ES GING NICHT!. Also am nächsten Tag wieder hin, dieses mal MIT dem Laptop. Nach ein paar skeptischen Blicken auf die Fehlermeldung bin ich dann mit dem Fahrstuhl noch oben in den Wartesaal gefahren, wo ich dann wieder geschlagene 2 ½ Stunden wartete. Dann war das Laufwerk endlich da (oder endlich zusammengebaut) und ich konnte es testen. Und siehe da, diesmal klappte es. Schnell alles zusammenpacken, bedanken und dann abfahrt. Immerhin war es schon 19 Uhr. Hoffentlich hält es diesmal...
... link (0 Kommentare) ... comment D-I-S-C-O, D-I-S-C-O
eckie, 15:14h
Ja, es gibt sie wirklich. Auch wenn ich nicht mehr dran gedacht hätte, da ganz Peking am Wochenende um spätestens 2 Uhr schlafen geht. Aber fangen wir am Anfang an.
Da ja Freitag, der 08.09.2006 ist und der liebe Florian heute seinen 23jährigen Geburtstag wenigstens ein kleines bisschen feiern möchte, macht er sich mit Matthias auf den Weg zum Houhai, wo die Kneipen liegen sollen. Ok, gesagt getan. Dann an dem See angekommen, begutachten wir erstmal die Kneipen dort. Am Anfang alles recht westlich, dahinter mehr die chinesische Seite. Kaum einmal um den See gelaufen, der auch etwa die Größe vom Itzenplitzer Weiher hatte, wollten wir wieder zum Anfang. Und dann haben wir uns (natürlich) mal wieder verlaufen. Also weiter, weiter, immer weiter, bis plötzlich die Zivilisation weit weg war. Eine halbe Stunde später kamen dann wieder Hutongs und wie wussten, dass wir nicht länger auf einer Autobahnbrücke wanderten. Ein bisschen kam dann ein McDonalds und dahinter gab es sie dann: eine Chinesische Disco der Oberklasse. Davor standen dann ein paar Chinesen, die natürlich versuchten, uns dort hinein zu locken. Ist ein klein wenig wie in Spanien. Da wir beide nicht mehr laufen wollten und auch nicht mehr konnten, sind wir dann dort hineingegangen. Immerhin war der Eintritt frei. Dafür aber die Preise echt scharf: Für ein englisches „Carlsberg“ Bier durfte man umgerechnet doch glatt 3 Euronen los werden, ein Tequila kostete sogar 4 Euronen. Allerdings siegte die Faulheit und wir blieben dann da. Die Disco an sich (oder war es ein Club?) war eigentlich komplett auf westlichem Standard, es gab auch sämtliches Repertoire an Getränken wie Cocktails und Martini. Aber da es für einen Saarländer ja eh nur „Carlsberg“ gibt (ob mit „K“ oder „C“ sei mal dahin gestellt), blieben wir dabei. Musik war aktuell, braucht den Vergleich zu uns wirklich nicht zu scheuen. Auch der Barkeeper war echt gut, der konnte mit brennenden Flaschen jonglieren. Man könnte fast meinen, er sei bei der Jonglier-Gruppe Merchweiler ausgebildet worden ;). Abgesehen von den ganzen Chinesen hatte man fast das Gefühl, man wäre in einer unserer westlichen Discos. Ein paar Bier später, etwa so gegen 2 Uhr, ergriff uns dann die Aufbruch-Stimmung. Kaum draußen, war der Anblick recht lustig: Vor uns eine Oberklassen-Disco, rechts und links daneben Entwicklungsland. Da waren alte Häuser, vor denen die Mist-Haufen lagen, weil es drinnen keine Klos gibt. Wir haben uns dann ein Taxi genommen (diesmal ein echtes) und sind nach hause. Dort hab ich erstmal ausgiebig von meinem westlichen Sitzklo Gebrauch gemacht... ... link (0 Kommentare) ... comment Taxi 3
eckie, 15:01h
So, es ist mal wieder zeit, um eine paar neu Erlebte Sachen hin zu schreien, nachdem ich lange nix mehr von mir hören lassen habe.
Also letzten Freitag war es dann endlich mal soweit, meine Aufenthaltgenehmigung war doch tatsächlich fertig und ich durfte sie abholen. Als schnell mit Kevin und Carla kurzgeschlossen, die mussten ihre ja auch noch abholen. Fröhlich am Nachmittag sind wir dann zum Haupteingang spaziert und haben uns in eines der Taxis gesetzt. Soweit, so gut. In Peking gibt es 3 Arten von Taxis: alte Rote, neue mit Klimaanlage und Illegale. Nach dem wir unserem Fahrer drei mal versucht haben zu erklären, wo wir hin wollten, haben wir es dann aufgegeben und sind wieder ausgestiegen. Prompt spricht uns ein großer, junger Chinese an, der natürlich mit dem Auto da ist. Er will uns dahin fahren und ist natürlich günstiger als jedes Taxi. Günstiger als bei ihm werden wir es nicht bekommen. Nach kurzer Verhandlung beschlossen wir dann, es einmal zu versuchen. Immerhin würde er uns für 20 Yuan dahin fahren... Wir steigen also in dieses schwarze, winzige Auto ein. Dann geht’s schon los. Dass das Auto (ich glaube, es war mal ein Renault, bin aber nicht sicher) keine Anschnallgurte hatte, war eigentlich nicht so schlimm. Aber der Fahrstil dieses Jungen war schon echt bedenklich. Zum Glück war der Tacho abgeklemmt oder defekt, sodass ich wenigstens nicht wusste, wie schnell man diese Strecke NUR IM ERSTEN GANG zurücklegen kann. Lustig war es dann, als Kevin uns den Grund erzählte. Warum wir eigentlich nicht in diese „Schwarzen Taxis“ einsteigen sollen: Irgendwann seien mal zwei Koreanerinnen in solch ein Taxi eingestiegen und danach hätte man sie nie mehr gesehen. Gut, ich argumentierte dagegen, dass wir ja zu dritt seien und uns nix passieren könnte, solange er keine Verstärkung ruft. Just in diesem Moment macht es „Klick“ und die Zentralverriegelung springt an. Wahrscheinlich das einzige, was an diesem Auto Problemlos ging. „War nur zur Sicherheit.“ In einem Auto ohne Gurte, dass nur noch im ersten Gang fahren kann? Klar... Jedenfalls kamen wir dann nach einer guten Dreiviertelstunde doch tatsächlich an der Polizei-Station an. War auch mal interessant mit einem Illegalen Taxi vor der Polizei vor zu fahren. Jedenfalls waren wir alle noch an einem Stück. Er fragte dann, ob er auf uns warten solle, aber wir haben dann dankend abgelehnt. Auf dem Rückweg haben uns dann ein richtiges Taxi genommen. Kaum waren wir zurück am Haupteingang, stand der junge Mann schon wieder da. Und wollte wissen, was uns die Rückfahrt gekostet hat. Was hat es denn letztendlich gekostet? 22 Yuan, also umgerechnet gerade mal 20 Cent mehr. Er meinte, „dass war ja ungefähr das gleiche“. Na vielen Dank für diese unglaublich intelligente Feststellung... ... link (0 Kommentare) ... comment Mittwoch, 6. September 2006
Ich bin drin!
eckie, 14:12h
TATA! Heute ist es soweit, mein erster eigener, originaler, unverwechselbarer, unglaublich interessanter, ... , Blog findet sich endlich hier im Internet. Hier liefere ich jetzt wie versprochen die eine oder andere Info von China nach. Die Einträge sind Chronologisch vom 23.08 bis jetzt geordnet, sollte ein durchschnittlicher Mitteleuropäer eigentlich verstehen. Ich habe als Thema einfach mal das Datum hingeschrieben, weil der Blog erst heute freigeschaltet wurde und man da leider nix ändern kann. In Zukunft wird es dann richtig eingegeben :). Einfach nicht verwirren lassen. Da sich der Laden solangsam einspielt und es nicht mehr sooo oft was neues gibt, werde ich in Zukunft in längeren Abständen posten. Ansonsten wünsche ich allen viel Spaß und meldet euch mal per Mail oder ICQ (sollte auch bei mir hier ab und an mal funktionieren).
... link (3 Kommentare) ... comment 05.09.2006
eckie, 13:50h
Heute wieder Sprachkurs, diesmal doppelte Ladung. Ich versteh das System hier irgendwie nicht wirklich. Gestern der Kurs war Scheisse schwer, heute lerne ich Grammatik, die ich bereits seit 2 Jahren kann. Seeeeeeehr eigenartig...
Hab mich einem Japaner, der auch bei mir im Kurs ist, angefreundet. Er musste auch noch in den Supermarkt, da sind wir halt zusammen hin. Unterwegs hat er mir dann in schwer verständlichem Chinesisch und erbrochenem Englisch erklärt, was er ansonsten so treibt. Ansonsten habe ich mir heute nen DVD-Player für umgerechnet 28 Euro gekauft. Ja, ich weiß dass es eine Frechheit ist, soviel Geld zu verlangen für einen einfachen DVD-Player mit USB-Anschluß, aber ich ich hatte den inneren Zwang, mir unbedingt mal wieder die Salou-DVD anzusehen... ... link (0 Kommentare) ... comment 04.09.2006
eckie, 13:50h
Heute war er dann, der erste Tag im Sprachkurs. Ich hab überhaupt gar nix verstanden. Irgendwie depremiert mich das, immerhin bin ich gerade mal im Mittelkurs. Aber hier läuft das wohl alles ein bissel anders. Naja, alles wird gut. Irgendwann. Mal schauen wie es so weitergeht...
... link (0 Kommentare) ... comment 03.09.2006
eckie, 13:50h
Heute war Waschtag. Auch was ganz spannendes. Aber da ich meinen selbstreinigenden Kleiderschrank nicht dabei hab, muss ich halt selbst ran. Natürlich ordnet Florian die Wäsche schon nach Temperatur. Dummerweise umsonst, denn hier wäscht man nur kalt. Also alles doch wieder zusammen in die Tonne. Diesmal passiert er dann, der typische Anfänger-Fehler: Weiße und bunte Wäsche landen in der gleichen Maschine. Macht aber nix, denn da das Wasser ja kalt ist, kann auch nix abfärben.
... link (0 Kommentare) ... comment 02.09.2006
eckie, 13:49h
Heute gab's nicht viel. Bin aufgestanden worden von der Putzfrau, hab mich dann mit Mathias zum einkaufen getroffen. Leider gab es die kleinen Dinge des Lebens nicht in der riesigen Einkaufsstraße, also zum Supermarkt und dann nach Hause. Was für ein ereignisreicher Tag...
... link (0 Kommentare) ... comment 01.09.2006
eckie, 13:48h
War heute auf der Polizei-Zentrale. Mal wieder typisch China: Die Beamten auf der Visa-Stelle konnten alle Englisch, hatten TFT-Bildschirme mit Barcode-Scannern und alles war mit Marmor verkleidet. Aber die Toiletten waren natürlich mal wieder Plumps-Löcher...
Später dann gab es den ersten kulturellen Höhepunkt: Ich war mit einer Japanerin, einem Koreaner und einer Chinesin in einer Karaoke-Bar. JA, ICH! War ein bisschen so wie im Saarland. Mein Mitbewohner kannte die Japanerin und stellte mich ihr vor. Die kannte die anderen beiden und lud mich natürlich direkt ein, mit zu kommen. Bekannt, oder ;)? Zu so was darf man natürlich nicht nein sagen. Ich bin zum Glück gänzlich unbelastet da rein. Also mit dem Bus Richtung Stadt, dann ein bisschen gewartet und dann ging es in eine Kabine, wo es zwei Mikrofone, zwei Lautsprecher, einen Fernseher und die Bedienungsanlage gab. Dann ging es los. Fazit: Es war schon recht lustig. Wenn man halt mal Unsinn singt, dann ist das halt so. Aber keiner darf lachen oder sich beschweren. Ist wirklich schwer zu erklären, wenn man es noch nicht miterlebt hat. Kann man mit unseren Karaoke-Veranstaltungen absolut nicht vergleichen. Man muss es mal mitgemacht haben, um es zu verstehen. Allerdings neigen Chinesen ein bisschen dazu, zu übertreiben. Spätestens als wir abends kurz vor 8 im stock dunkeln wieder raus sind, wo wir doch schon um 3 mittags da waren merkte ich, dass es doch ein kleiner Tick zu viel war. Aber Lustig war es trotzdem. Hätte ich nur jetzt nicht diesen blöden Ohrwurm von dem Titelsong von „Mulan“... ... link (0 Kommentare) ... comment 31.08.2006
eckie, 13:47h
So. Heute mal ein bisschen die Gegend erkundet und umgesehen. Danach mal wieder organisatorisches. War dann bei einer der Lehrerinnen, die mit mir nen kleinen mündlichen Test machte und irgendwie seltsam dreinschaute. Sie konnte mein Chinesisch wohl keinem Kurs zuordnen. Ich habe dann solange mit ihr diskutiert, bis sie mich zur höchsten Stufe zugelassen hat. Immerhin lernt man ja nur, wenn man gefordert wird. Hoffentlich werde ich damit nicht all zu sehr ÜBERFORDERT...
... link (0 Kommentare) ... comment 30.08.2006
eckie, 13:46h
So, heute ist also der Wahrheit. Erstmal zusammengepackt und in die Lobby gegangen zum auschecken. Ging seltsamerweise alles gut. Bin dann mit Carla, einer Stipendiatin die auch dort studiert, zur Film Academy gefahren. Dort am Empfang erstmal eingecheckt und die Zimmer inspiziert. Ich muss sagen, recht gut. Die Doppelzimmer sind auf Jugendherbergsniveau, leider auch der Preis: 50Yuan (umgerechnet 5Euro) pro Tag inklusive nettem Japaner. Der ist schon seit vier Jahren hier und spricht so fliessend Chinesisch, dass ich am liebsten aus dem Fenster springen würde. Dann Gesundheitszeugnisstress im Krankenhaus. Bisher wollten die nur alles sehen und sagten, wir sollten für den Stempel morgen wieder kommen, der Arzt ist leider schon weg.. Dafür durften wir 60 yuan löhnen. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.
Abends dann das erste Worst-Case-Szenario: Florian fuhr mit den anderen in die Stadt, um was essen zu gehen. Soweit so gut. Da Florian aber nicht mehr mit in eine Kneipe gehen wollte, sondern noch kurz in ein Internetcafe ging, rannte die Zeit ein bissel weg. Und in Peking machen auch die Busfahrer um 11 die Läden runter. Also: Laufen. Was war? Florian hatte keine Karte, keinen Ausweis und keine Adresse der Uni dabei. Nichtmal das Wörterbuch hat er eingesteckt, lag alles schön säuberlich auf dem Bett. Wozu braucht man auch sowas, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist? Natürlich hab ich mich gnadenlos verlaufen. Aber zum Glück gibt es immer hilfsbereite Chinesen, die kein Wort Englisch sprechen sich selbst nicht auskennen, weil sie selber Touri sind und deren Karten gerade mal halb so groß sind wie unsere. Naja, so ein Glück kommt wenigstens nicht allzu oft vor. Nett war der Mann allerdings und er begleitete mich zur anderen Seite, wo ich mir ein Taxi holen sollte. Ausserdem gab er mir ein paar Tips, wie ich mit dem Taxi fahren muss. Nach ner Viertelstunde verstand dann auch der Taxi-Fahrer, wo ich hin wollte und ich kam dann mit ca 2 Stunden an. Jetzt brauch ich ne Runde schlaf... ... link (0 Kommentare) ... comment 29.08.2006
eckie, 13:45h
So, heute war also die Einführungsveranstaltung. War recht informativ, aber auf ein paar wichtige Fragen wusste doch keiner ne Antwort. Aber das Essen war gut. Danach hab ich mir mal meine zukünftige Städte des Wirkens angeschaut. Ist recht weit weg vom Hotel, macht aber von aussen einen guten Eindruck. Warten wir mal auf morgen...
... link (0 Kommentare) ... comment 28.08.2006
eckie, 13:44h
ENDLICH! ER IST DA! Nach unendlich langen drei Tagen in ein und der selben Hose kam dann sogar mein Koffer endlich an. Erstmal duschen und die westlichen Errungenschaften wie Rasiere und After-Shave nutzen. Dann ging es los mit dem DAAD in das Künstlerviertel „dashanzi“.War wohl eher Geschmackssache. Obwohl es da ein paar schöne Fotos gab, war der Rest wohl zu viel Kultur für mich als einzigen Saarländer. Auf dem Rückweg gings dann in ein typisch chinesisches Restaurantsviertel, man hatte ja Hunger. Also: Frischer Fisch. Wie Frisch? Naja: Das Restaurant war zwar uralt, aber die Technik war nicht schlecht: in einem Fernseher konnte man den Koch sehen, wie er seine Arbeit verrichtete. Hygiene? Nö. Klos? Gibt's keine. Kellnerin bringt also den zappelden Fisch und fragt uns, ob der ok wäre. Leider hat ihm auch sein Zappeln nix mehr genutzt. Die Kellnerin bringt ihn also in die Küche und der Koch haut ihm auf den Kopf. NEIN, er war noch nicht tot. Woher ich das weiß? Weil der Koch ihn seitlich aufgeschnitten hat und er weiter gezappelt hat. Irgendwann hat er dann aufgegeben. Lag wahrscheinlich daran, dass der Koch seine Gräten raus gezogen hat. Immerhin was es frisch. Aber verdammt scharf!!!
Es gab noch eine lustige Aktion: Wir waren alle auf dem Heimweg, plötzlich läuft uns Rui, Anne's Sprachpartnerin von der Uni Trier über den weg. War aber eigentlich abzusehen, so klein wie ja Peking ja nunmal is... ... link (0 Kommentare) ... comment 27.08.2006
eckie, 13:42h
Man will einen Ausflug machen, hat aber mal wieder zu viel Zeit, also was macht man? Richtig. Man kauft sich eine Handy-Karte. Meine Nummer in Peking: 0086 010 13436553696. Aber ruft bitte nachts an, dann isses bei mir nämlich Tag ;).
Dann ging die Karawane los zum Yuanmingyuan, dem Kaiser-Garten. Recht gut, aber sowas von groß. Dort gab es drei Seen, von denen der große etwa die Maße vom Bostalsee hat. Ich muss mich wohl korrigieren, Peking ist sehr, sehr, sehr, sehr groß. Aber ich hatte ein gutes Gefühl im Bauch, was unsere Koffer betrifft. Allerdings sagte mir meine Ahnung was anderes. Und was war? Es traf mal wieder alles zu. Heute kamen zwar die Koffer der beiden anderen an, aber natürlich war meiner wieder nicht dabei. TOLL! Später gings dann auf den Platz des Himmlischen Friedens. Ihr errinert auch sicher an was... Dort war Anne irgendwie Hauptattraktion. Chinesen kennen wohl keine 2 Meter Frauan, die rote Haare haben. Naja. Danach gab es die wohl feinste Peking-Ente aus DEM Restaurant. Echt Geil!Danach noch ein Abstecher auf die Wangfuqing Road. WOW! Stellt euch mal ne Strasse vor, die so lange ist wie die A623 mit Gebäuden, die alle +- die größe vom KdW in Berlin haben. Ich korrigiere schon wieder: Peking ist sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr groß! ... link (0 Kommentare) ... comment 26.08.2006
eckie, 13:41h
Was tut man wenn der Koffer immer noch nicht da ist? Man geht (wie jeden Tag) Kleider kaufen. Also U-Bahn Richtung Stadtkern und gib ihm. Auf der Fahrt sieht man tatsächlich ein paar mehr als uralte Häuser. Keine Klima, nur ein Zimmer mit 20qm und ein Dach, das nach Pappe aussieht. Aber es gehen 6 Leute rein. Wie das geht? Ja, genau...
In der Einkaufsmeile gibt es so ziemlich alles. Da gehen meißt die nicht so reichen hin. In den Aber auch Bettler gibt es hier. Eine ca 80 Jährige Frau hält mich fest und schiebt mir ne Schüssel unter die Nase, in die Geld werfen soll. Dann kommen ein paar Chinesen, die nach ihr treten wollen. Was macht man in solch einer Situation? Ich bin erstmal da gestanden und hab nix gemacht. Was auch? In den Läden is man immer Ami. Egal wo man herkommt, jeder sagt mitten in der Nacht “Good morning“ oder so nen Unsinn. Aaaaargh! Das nervt! Abends auf dem Heimweg haben wir uns dann noch verlaufen. Peking ist sehr, sehr groß. Plötzlich waren wir auf nem Schwarzmarkt. Der war sowas von schwarz! DVDs, Spielzeug und Meerschweinschen – alles aus einer Hand. Ist ja auch irgendwie praktisch, oder? ... link (0 Kommentare) ... comment 25.08.2006
eckie, 13:39h
Ging ja nochmal gut? Von wegen! Der Flug war im Prinzip ganz ok, nur das morgens Omelette war nicht so prickelnd. Is halt typisch „British“. Ansonsten war „Ab durch die Hecke“ auch auf Englisch ganz lustig. Kaum trat ich aus der Maschine, hauts mich schon von den Socken: 23 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit waren nicht das Problem, vielmehr war es der Smog. Derr ist so dicht, dass der Himmel niemals blau wird sondern immer nur GRAU. Immer. Ja, wirklich immer. Dann geht’s durch die Quarantäne-Zone mit nem Zettel, auf dem ich angeben musste, ob ich Vogelgrippe habe. Ich habe mal Nein ankreutzt. Hoffentlich stimmt das auch noch, wen ich wieder zurückkomme...
In der Gepäckhalle gab es alles. Ausser unsere Koffer. Die sind leider auf der Strecke geblieben, dummerweise weiss keiner wo. Ab zum Schalter, beschweren. In stark erbrochenem Englisch wurde uns gesagt, wir sollten warten, das klärt sich schon. Tolle Wurst. Danach gings dann Richtung Ausgang. Von Internationalem Flughafen war da aber nicht viel zu sehen, überall nur Chinesen. Florian musste zuerst mal aufs Klo, was recht lustig war: Kaum reingekommen, hat erstmal jeder ins Becken gespuckt. OK, darauf is man vorbereitet worden. Auch darauf, dass es keine Klos sondern nur Löcher im Boden gibt. Aber dass die so stinken... Ich stelle mich also in der Schlange an, warte auf ein freies Loch. Die Tür geht auf, und ein Chinese mit vollkommen rotem Kopf kommt raus und wischt sich den Schweiß ab. Putzman geht hin mit seinem kleinen Lappen, sieht sich das Klo von innen an und geht fluchend wieder raus, um eine Saugglocke von 60 zu holen. Sowas gibt’s wahrscheinlich nur hier... Nach ein paar Notkäufen von Kleidern und nem Zwischenstop im KFC geht’s für die nächsten 13 Stunden erstmal ins Bett. ... link (0 Kommentare) ... comment 24.08.2006
eckie, 13:37h
Tag des Abflugs. Kaum in Düsseldorf angekommen die nächste Nervenplage: Handgepäck in den
Koffer umladen, weil man bei BritishAirways nicht mehr mitnehmen darf ausser einer Laptop-Tasche aufgrund der Terror-Warnung. Eigentlich hat man das Handgepäck ja, falls der Koffer mal aus versehen woanders hinkommt. Aber das passiert ja unter Tausend vielleicht einmal. Und wenn es ja eh nicht anders geht, macht man das halt. Dann warten, verabschieden (glaubt mir, das war NICHT einfach) und ins Gate gehen. Und wieder warten. Dann einsteigen in die 747 nach London und los gehts. Mein erster Flug. War aber gar nicht so schlimm, wie ich mir das immer vorgestellt hab. Meine Güte, ist Heathrow groß! Nachdem wir dann mit über einer Stunde Verspätung in London angekommen sind, haben wir vollkommen verschwitzt zwar noch gerade den Flieger nach Peking bekommen. Naja, ging ja nochmal gut! ... link (0 Kommentare) ... comment 23.08.2006
eckie, 13:35h
Jaja, so ist das halt. Man plant ein Auslandsstudium in China, aber dass das was sinnvolles sein kann, glaubt dir anscheinend keiner der Deutschen Behörden. Einen Tag vor meiner Abreise kommt ein unscheinbares Briefchen in dem steht, dass ein Formular fehlt und meine Waisenrente in China nicht gezahlt werden kann. Na Super!Nach ein bisschen Panik ruft man mal an und hört solche Sachen wie "Ach ja, das hätte ich ihnen eigentlich vorher schicken können". Na danke, ja hätten sie. Was tun? Genervt sein und das Formular in China ausfüllen lassen und haffen, dass dann nix mehr schief geht. Also fahre ich ohne finanzielle Sicherheit nach China – ein tolles Gefühl...
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Letzte Aktualisierung: 2006.11.06, 10:45 status
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